Adressermittlung wenn der Name bekannt ist

August 14, 2008

Wie geht man am besten vor, wenn man eine Adresse im Zuge einer Adressermittlung ausfindig machen will und bis auf den Namen ist einem nichts weiter bekannt? Man sollte in allen Fällen logisch vorgehen und folgende Überlegungen anstellen:

  • Habe ich dem Kunden Ware geliefert?  Wenn ja, an welche Adresse? Übrigens, wenn Sie Ware postlagernd oder an eine Packstation der Post ausliefern, grenzt diese auch den Umkreis des Schuldners ein. Generell sollte man jedoch Lieferadressen, welche nicht zu einer postalisch eindeutig zuordenbaren Person lieber meiden. Oft werden solche Adressen von Leuten genutzt, die nachher ihre Rechnungen nicht zahlen wollen oder zahlen können.
  • Nutzen Sie das Internet, um mehr über den Namen in Erfahrung zu bringen. Tippen Sie den Namen zum Beispiel in eine Suchmaschine ein. Nutzen Sie dabei mehrere Suchmaschinen – zum Beispiel die Yahoo! Suche oder die Google Suche, beide Suchen greifen auf verschiedene Dokumente zu und können zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Achten Sie darauf, dass Sie keine falschen Verdächtigungen anstellen – oft existiert ein Name mehrfach und hat nichts mit der entsprechend, gesuchten Person oder Firma zu tun.
  • Gehen Sie zu einem Dienstleister, welche Zugriff auf spezielle Datenbanken anbietet. Schwarze Listen, Schufaeinträge, Insolvenz-Listen – diese Art Datenbanken sind meist öffentlich nicht zugänglich und dürfen nur auf Anfrage und meist gegen eine Gebühr abgefragt werden. Wenden Sie sich an einen Dienstleister, welche Ihnen diesen Zugriff am besten gebündelt und vereinfacht anbietet.
  • Recherchieren Sie bei Mitbewerbern – oft versuchen die schlimmen Fälle die gleiche Masche bei anderen Unternehmen. Trauen Sie sich und rufen Sie einfach mal bei ihrem Mitbewerb an, lassen Sie sich in die Buchhaltung verbinden und fragen Sie ganz offen, ob Ihnen der entsprechende Name etwas sagt.
  • Wenn der Name nicht dem echten Namen entspricht oder der Schuldner den Namen einer anderen Person angegeben hat – versuchen Sie in dessen Umfeld zu recherchieren. Evtl. gibt es im Näheren Umfeld des beschuldigten einen brauchbaren Zusammenhang.
  • Wenn der Name bekannt ist, können Sie sich zum Zwecke der Adressermittlung auch an eine Detekei wenden – diese sind in der Regel sehr teuer und sollte deshalb nur im äußersten Notfall consultiert werden. Erst wenn die verschiedenen Auskunftsdateien keinen Erfolg brachten und der offene Rechnungsbetrag hoch genug ist sowie eine realistische Chance besteht den Betrag auch noch wirklich wiederzubekommen.

Was kostet Forderungsmanagement?

August 13, 2008

Eine ausgefeiltes Forderungsmanagemt muss nicht teuer sein. Wussten Sie zum Beispiel, dass viele Dienstleister die Honorare der Anwälte dem Schuldner weiter berechnen, sodass bei einem erfolgreichem Eintreibe der Forderungen Ihnen keinerlei Kosten entstehen? Mit dieser Methode sind nicht Sie als Auftraggeber der Leidtragende der Kosten sondern der Schuldner.

Das bedeutet, wenn Sie der Meinung sind, dass die Forderungen über den Weg eines außergerichtlichen Mahnverfahren, welches aus oft aus zwei anwaltlichen Zahlungsaufforderungen und einer zusätzlichen telefonischen Zahlungsaufforderung besteht, zu holen sind, dann scheuen Sie nicht den Weg zu einem Dienstleister aus dieser Branche, denn die Kosten werden dem Schuldner mitberechnet!

Nur bei tatsächlichen Forderungsausfällen, sprich wenn auf dem außergerichtlichen Weg nichts mehr zu holen ist, verlangen die Dienstleister eine Gebühr für Ihre Arbeit. Diese Gebühr richtet sich in vielen Fällen nach der Höhe der offenen Posten und wird oft in zwei Pauschalen getrennt, eine für Beträge unter 100 Euro und eine für Beträge über 100 Euro.  Oft werden die Forderungsmanagement-Dienste für kleine offene Beträge schon ab einer Pauschalen Gebühr von 20 Euro angeboten. Natürlich sollte man hier auf die Referenzen achten und im Hinblick auf das Auftreten sowie die regionale Nähe zum eigenen Standort den passenden Dienstleiter auswählen.

Alternativ gibt es bereits einige Online-Dienstleister auf diesem Gebiet, die über eine Online-Plattform vollen Zugriff auf die Steuerung des Forderungsmanagements geben und somit wesentlich günstigere Konditionen anbieten können. Da starten die Preise pro Forderung bereits ab 10 Euro! und je nach Kontingent an monatlichen Forderungen, sind oft auch noch zusätzliche Rabatte verhandelbar.


Start & Themenübersicht

August 8, 2008

Nichts ist schlimmer als vor einem Berg offener Forderungen zu sitzen und sich Gedanken zu machen wie man nun am schnellst an sein Geld gelangt. Ein funktionierendes Forderungsmangement ist im Interesse eines jeden Unternehmers. Natürlich geht man grundsätzlich nicht davon aus, dass Kunden nicht zahlen können oder gar wollen. Doch in unserer Gesellschaft ist es einfach an der Tagesordnung Rechnungen nicht zu begleichen. In eine Gesellschaft in der eine hohe soziale Gerechtigkeit herrscht wird es oft selbstverständlich etwas “nicht” zu bezahlen und darauf zu hoffen, dass die sozialen System die Kosten auffangen werden.

In diesem Blog wollen wir nun ein paar Themen veröffentlichen, welche sich im täglichen Umgang mit offenen Forderungen ergeben und wie man sein Forderungsmanagement optimal gestalten kann, um möglichst wenige Ausfälle erleiden zu müssen. Dabei gehen wir besonders auf die Themen: Bonitätsprüfung, Wirtschaftsauskünfte, Adressermittlung und das gesamte Mahnwesen ein. Wir zeigen auf, mit welchen Hilfsmitteln sie selbst aktiv werden können. Zudem erläutern wir unsere Erfahrungen mit bestehenden Recherche-Tools, Dienstleistern und Rechtssprechungen.