Zahlungsmoral in Deutschland

Nach einer aktuellen Studie von Mediafinanz mit dem Namen Inkasso 2.0 geht klar ein Nord-Süd-Gefälle bei der Zahlungswilligkeit der Deutschen hervor. Die Studie belegt, dass im Onlinehandel eine höheres Risiko für Unternehmer im Norden existiert. Im Norden der Republik sind die Forderungsausfälle nicht nur höher als im Süden, nein es sind generell auch wesentlich mehr als im Süden. Die Länder Bayern und Baden-Würtemberg glänzen hingegen mit einer geringen Anzahl an Forderungsausfällen. Untersucht wurden in der Studie rund 3.000 Forderungsvorgänge im gesamten Bundesgebiet im Bezug auf den Bereich eCommerce. Gerade im Internet sind liegt die Hemmschwelle oft niedriger, bewusst eine Transaktion zu tätigen, die man im Anschluss nicht bezahlen kann. Viele Internetnutzer glauben im Internet weitaus anonymer zu sein, als in einem gewöhnlichen Ladengeschäft.

Doch genau das Gegenteil ist der Fall, der Nutzer ist im Internet sehr gläsern und mit einer eindeutigen IP Adresse genau ausmachbar. Zwar kommt man nicht ohne ein anwaltliches Vorgehen an die persönlichen Daten hinter einer solchen IP Adresse herran, doch kommt es har auf hart sind die Behörden den Ermittlungen zuzustimmen. Dann werden beim jeweiligen Internetprovider die Daten angefordert und anhand dieser bekommt man einen gültigen Namen und Adressdatensatz an den die Forderung gestellt werden kann.

Da im Internet jeder Online Shop nur einen Klick weit entfernt ist, ist oft die Verlockung größer mehr Geld auszugeben, als einem zur Verfügung steht. Zudem denkt man, mit falschen Namen und Tricks wie die Auslieferung der Waren an postlagernd oder an ene Paketstation unbekannt davon zu kommen. Ein solches Vorgehen, schreckt viele Onlinehändler ab und führt oft zu verstärkten Sicherheitsmaßnahmen. Sehr oft werden Adressen vor Auslieferung nochmals auf die Richtigkeit hin überprüft. Telefonrechnungen, Gas und Stromrechnungen oder eine Kopie des Personalausweises werden in diesen Fällen vom Käufer angefordert. Bei Lieferungen ins Ausland ist das Risiko oft weit aus höher, hier werden teilweise und abhängig vom jeweiligen Land sogar Lieferungen einfach blockiert und fadenscheinige Begründungen zur Nicht-Lieferung ausgesprochen. Schliesslich will der Händler so wenig wie möglich ein Risiko eines Forderungsausfalles eingehen.

Doch es lässt sich nicht vermeiden, die Zahlungsmoral in Deutschland ist schlecht und wird durch den Internethandel weiter verstärkt. Kommt es bei einem Onlinehändler zu einem Forderungsausfall hilft oft nur ein professionelles Forderungsmanagement. Doch die Bearbeitung eines herkömmlichen Forderungsausfall ist oft teuer und lohnt bei elektronischen Bestellungen meist gar nicht.

Die Inkasso-Unternehmen müssen sich weiter anpassen und auf den Onlinehandel mit geringen Forderungsbeiträgen reagieren. Hierbei helfen Online-Verwaltungsprogramme zur Abwicklung von offenen Posten. Firmen wie die Euforma AG oder Judico aus Ratingen bietet zeitgemäße Online-Tools an, welche eine einfache Abwicklung von ausstehenden Forderungen zu einem günstigen Preis ermöglichen. Dabei kommen pauschale Gebühren, welche sich nach der Höhe des einzutreibenden Betrages richtet, vereinfachend dazu. Die Ausrichtung auf das europäsische Ausland ist dabei selbstverständlich, schliesslich gibt es im Internet keine festen Grenzen und das potential seine Waren über die Grenzen Deutschlands zu vertreiben ist besonders im Internet sehr attraktiv.

Die Zukunft für den Onlinehandel ist mit einem funktionierendem Forderungsmanagement, welches einfache Schnittstellen bietet und online bedienbar wird, nun kein Grund mehr den Kopf in den Sand zu stecken und seine Lieferungen nur noch auf das Inland zu beschränken!